KI Preisreport Oktober 2025

Polymerpreise Technische Thermoplaste Oktober 2025

  • Erzeuger versuchen, ihre Notierungen auf Niveau zu halten
  • Nachfrage erholt sich nicht

Trotz gut gefüllter Lager waren die Anbieter typenübergreifend emsig bemüht, ihre Notierungen auf dem bisherigen Niveau zu halten und keine weiteren Zugeständnisse bei den Preisen machen zu müssen. Dies gelang ihnen jedoch nicht immer. Immerhin hielten die Quartalsfixierungen die Notierungen noch einigermaßen stabil. Die Produzenten schränkten die Fertigung verarbeitungsfähiger Werkstoffmischungen weiter ein. So kam es zwar zu Überhängen bei den Basispolymeren, jedoch laut KI-Panel zu einer Normalisierung bei den fertigen Werkstoffen.

Am Markt gab es genügend Ware, um die Wünsche der Verarbeiter zu jeder Zeit zu erfüllen. Der Mengendruck durch Importe hat etwas abgenommen. Auf Nachfrageseite war eine gewisse Belebung durch die wieder anlaufenden Produktionen nach der Urlaubszeit zu spüren. Insgesamt aber bleibt die Krise in der Automobilindustrie weiterhin deutlich zu spüren.

Dass es zum Quartalswechsel zu Abwertungen kommen wird, scheint so gut wie sicher. Umstritten bleibt allein die Höhe der Nachlässe. Die Abnehmer plädieren für deutliche Abschläge, teils im dreistelligen Bereich. Die Anbieter beziehen ihre Positionen deutlich niedriger – und manche reagieren sogar gänzlich konträr und fordern Anhebungen. Nachhaltige Belebungen in der Nachfrage bleiben Mangelware. Immer mehr Verarbeiter denken über Personalabbau nach.

Polymerpreise Standard Thermoplaste Oktober 2025

  • Notierungen werden fortgeschrieben
  • Nachfrage erholt sich nicht

PE: Der leichte Aufschlag für das Vorprodukt Ethylen konnte in den Verhandlungen nicht eingepreist werden. Bei den meisten Typen sorgte ein Überangebot am Markt, vor allem ausgelöst durch üppige Importe aus Asien und den USA, für sinkende Preise. Einen Hoffnungsschimmer sendet das Verpackungssegment, das eine zum Teil robuste Ordertätigkeit generiert, dank Lebensmittel und Pharma. Für den Oktober zeichnet sich wieder mehr Preisstabilität ab: Zum einen erlebte das Vorprodukt einen Rollover und wurde auf Vormonatsniveau fixiert. Zum anderen schwang in den KI-Panelgesprächen leichter Optimismus mit, dass die Nachfrage, wenn auch verspätet, wieder etwas anziehen könne.

PP: Vom anfänglichen Vorhaben der Produzenten, die Preise hochzuschrauben, blieb bis zur Monatsmitte nichts mehr übrig. Da die Bedarfssituation kaum Impulse aufwies, wurden zunehmend die Sonderdeals des Vormonats in die Verhandlungen für September übernommen. Erzeuger setzten die Mengen über den Preis. Somit kam es trotz des Rollovers beim Vorprodukt Propylen oft zu Anpassungen nach unten bis in den mittleren zweistelligen Bereich. Im Markt herrschte nach wie vor Überversorgung. Vor allem, weil weiterhin die Importe sprudelten, änderten daran auch die Produktionsprobleme eines Erzeugers, der im Monatsverlauf FM ausrief, nichts.

PVC: Im September zeigten sich die PVC-Notierungen weitgehend stabil. Zwar forderten einige europäische Produzenten zunächst Aufschläge von bis zu 50 EUR/t, gestützt auf die leichte Erhöhung des Ethylenkontrakts (+5 EUR/t), doch die schwache Nachfrage machte diese Ambitionen zunichte. Importmengen aus Übersee sorgten trotz starker Drosselungen der europäischen Anlagen für ein mehr als ausreichendes Angebot, während die Bauindustrie und die Automobilbranche erneut keine Nachfrage-Impulse setzen konnten. Dem einen oder anderen Produzenten, der im aktuellen Jahr bei den Zuteilungen der Volumina etwas kürzer kam, dürfte einiges daran liegen, für die Kontraktgespräche wieder mehr in den Fokus zu rücken. Vor diesem Hintergrund dürften die Preise zum Jahresende allenfalls seitwärts tendieren und dem Abschluss für Ethylen folgen, für einige Vereinbarungen sind auch Abschläge wahrscheinlich.

PS: Die Talfahrt geht weiter. Die Preise für Styrolkunststoffe gaben im September 2025 den nunmehr sechsten Monat in Folge nach. Wie in den Vormonaten hatten rückläufige Rohstoffkosten und die schwache Nachfrage die Weichen für weitere Abschläge gestellt. Zu Monatsbeginn hatten die Produzenten noch versucht, einen Teil der gesunkenen Kosten einzubehalten, um die Margen wieder etwas nach oben zu bringen. Allgemein blieb die Nachfrage sehr flau. Die Bedarfe zogen nach der Urlaubszeit weit weniger stark an als erhofft – nach wie vor mangelt es schlicht und einfach an positiven Impulsen. An der Gemengelage wird sich auch im Oktober nichts ändern: Die Ordertätigkeit bleibt mau, und rückläufige Spotnotierungen deuten darauf hin, dass die Styrol-Referenz weiter nachgeben wird.

PET: Der europäische PET-Markt schleppte sich im September 2025 mühselig über die neunte Runde. Die angeschlagenen europäischen Erzeuger hingen angesichts einer taumelnden Nachfrage in den Seilen. Spürbare Zugeständnisse bis in dreistellige Bereiche waren notwendig, um überhaupt noch etwas zu verkaufen. Derweil boten sich Importe an, ohne jedoch irgendeine belebende Kraft zu spenden. An den Marktbedingungen wird sich voraussichtlich nichts ändern. Deshalb bleibt der Preisdruck bestehen. Breitflächig dreistellige Notierungen wären nicht überraschend.

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