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16.–20. Oktober – Halle B5, 5403

Neuigkeiten

KI Preisreport August

Technische Thermoplaste August 2018: Weiterhin sehr angespannte Lage bei PA 6.6 / Notierungen bleiben im Ferienmonat aber weitgehend stabil / Impulse für weiteren Preisauftrieb bleiben in den Herbst hinein wirksam

Die stark beruhigte Nachfrage in einem klassisch ausgeprägten Sommerloch hielt die europäischen Preise für technische Thermoplaste im August 2018 auf breiter Front stabil. Die starken Auftriebsimpulse insbesondere bei PA 6.6 blieben jedoch anhaltend virulent. Da aber ohnehin keine Mengen zu ergattern waren, stagnierten die Preise auf dem Rekordniveau des Vormonats. Auch bei den commoditynahen ABS und PP-Compounds blieb die Lage ruhig.

Im September sind in einigen Bereichen bereits wieder Aufschläge zu befürchten, obwohl in vielen Segmenten die Quartalsfixierungen die Bewegungen dämpfen werden. Auch die Wiederaufnahme der Automotive-Aktivitäten wirkt nicht unbedingt sehr überschäumend.

Für PA 6.6 liegen unabhängig davon schon wieder hohe Forderungen in einer erneuten Preisrunde auf den Tischen. Auch bei PBT mehren sich Ankündigungen schon für den letzten Q3-Monat, nachdem die Polyesterstrecke in Asien durch die PX-Preisexplosion der letzten Wochen erschüttert wurde. Die gestiegene Styrol-Referenz wird ABS und vermutlich auch die PC/ABS-Blends wieder in die Höhe treiben. PP-Compounds dagegen werden wohl allenfalls moderat anziehen. Eine gegenteilige Entwicklung scheint sich andererseits bei PC anzudeuten. Der Start einer neuen Anlage in China mit rund 100.000 jato sollte die weltweite Verfügbarkeit verbessern. Ob dies bereits im September in Europa zur Geltung kommen kann, ist jedoch fraglich. Für Q4 aber sieht die Perspektive für PC-Abnehmer nach vorsichtigem Optimismus aus.

 

Standard-Thermoplaste August 2018: PE und PVC in nur recht schwachem Rollover / Geringe Dynamik bei PP / Styrol treibt seine Polymere hoch / PET wegen PX-Kosten überraschend stabil / Auftriebszeichen für September

Der europäische PE-Markt zeigte im August meist ein sehr gedämpftes Bild. Während der Lebensmittel-Markt inklusive Getränke weiter recht gut lief, zeigten viele andere Abnehmerbereiche ein ausgeprägtes Sommerloch. Obwohl die Produzenten ebenfalls in den Sommermodus geschaltet hatten, entstand bei stabiler Ethylen-Referenz meist Druck auf die Notierungen. Je nach der Lage in spezifischen Märkten kam es zu leichten Abwertungen, es überwog jedoch der meist schwach wirkende Rollover.

Bei PP gab es wenig Bewegung. Zwar hatte die Propylen-Referenz leicht angezogen. Anhebungsvorstellungen zerschellten jedoch sehr bald an der urlaubsbedingt flauen Nachfrage. Dem leicht eingeschränkten Angebot stand ein ebenso gebremster Bedarf gegenüber. Vor diesem Hintergrund stagnierten die Notierungen.

Abermals mussten die PVC-Produzenten leichter Margenverluste hinnehmen. Die Nachfrage gestaltete sich erwartungsgemäß schwach. Ähnlich wie im Vormonat lagen die Forderungen zum Monatsbeginn bei Rollover, doch vor dem Hintergrund der tendenziellen Überversorgung wurden letztendlich Abschläge verzeichnet.

Auf den leichten Anstieg der SM-Referenz reagierten die Preise für Styrolkunststoffe recht unterschiedlich. Bei Polystyrol gaben die Anbieter den Kostenanstieg in der Regel in voller Höhe weiter, während sie sich bei EPS meist mit etwas geringeren Aufschlägen begnügen mussten.

Die Zeichen für die europäischen PET-Notierungen standen zunächst auf Entspannung, nachdem sich die monatelange Unterversorgung des Marktes Stück für Stück besserte. Aber dies hielt nicht lange an. Die recht frühe Heraufsetzung der PX-Referenz um 60 EUR/t und weitere Hiobsbotschaften über explodierende PX-Preise in China ließen die ersten Importangebote schnell wieder verschwinden. So blieb es beim Rollover auf hohem Niveau.

Im September wird allgemein mit dem Wiedererwachen der Nachfrage gerechnet. Wartungen und Zurückhaltung prägen die Produktionsseite. Bei erneut stabil gebliebener Ethylen-Referenz wollen die PE-Anbieter Margenrestitution betreiben. In vielen Bereichen könnte es für die tendenzielle Festigung der Notierungen reichen.

Bei PP scheinen zumindest moderate Steigerungen möglich. Die Propylen-Referenz wurde um 10 EUR/t höher fixiert. Wenn sich die Nachfrage im ersten Nachferienmonat ebenso klassisch verhält wie zuvor im Sommerloch, sollte es regen Bedarf geben. Durch anstehende Cracker-Wartungen könnte Propylen und damit PP enger tendieren.

Die PVC-Produzenten wollen die Rollover-Vorgabe des Ethylens und die saisonale Nachfragebelebung zur Margenverbesserung nutzen – der Ausgang scheint aber offen. Mit dem Auslaufen der Urlaubszeit dürfte die Nachfrage nach Styrolkunststoffen im September wieder anziehen. Nach dem neuerlichen Anstieg der Styrol-Referenz ist mit weiter steigenden Preisen zu rechnen.

Die Hochpreisphase bei PET dauert auch in den Herbst hinein. Diesmal aber sind die Kosten der maßgebliche Treiber in einem wieder stärker ausbalancierten Markt. Für PX werden Anhebungen in dreistelliger Höhe befürchtet. Das wird die Wirkung auf die Anbieterforderungen nicht verfehlen. Mit Steigerungen bei PET muss daher trotz des bereits sehr hohen Niveaus gerechnet werden.

 

KI Preisreport Juli

Technische Thermoplaste Juli 2018: Nächste Explosion der PA 6.6-Notierungen / Sonst weit überwiegend stabile Verhältnisse / Nachfrage schrumpft spürbar zusammen / Geringe Bewegungen im August zu erwarten

Die nachlassende Nachfrage sorgte im Juli 2018 maßgeblich für die Stagnation der Preise für technische Thermoplaste in Europa. Bei vielen Sorten verbesserte sich durch den eher verhaltenen Abfluss die Angebotssituation erstmals in diesem Jahr. Es wurden sogar erste Lieferzeitverkürzungen bei PC und PA 6 ausgerufen. Ausnahme blieb das ohnehin bereits stark gebeutelte PA 6.6. Die erneuten Produktionseinschränkungen sorgten für eine nochmalige Verlängerung der Dürrezeit. Die Notierungen schossen in die Höhe, auch die Monatskäufer bekamen die volle Quartalsbreitseite der Produzenten im ersten Monat des dritten Quartals verpasst. ABS ließ wegen der Styrolbaisse hingegen nach. Alle anderen Sorten zogen ihre Bahnen meist eher unaufgeregt seitwärts, darunter auch die commoditynahen PP-Compounds.

Im August wird es wohl überwiegend weiter seitwärts gehen. Die Nachfrage dürfte in der Regel weiter nachlassen, ein Sommerloch ist zu erwarten. Das Angebot ist dem aber zu weiten Teilen angepasst, sodass es nur geringe Impulse für Änderungen geben sollte. Die Dinge bei PA 6.6 sind durch den großen Auftaktschlag für das restliche Q3 wahrscheinlich erstmal erledigt. Bei PMMA murren die Abnehmer derweil zunehmend lauter, ob es aber im August schon für Abschläge reicht, steht in den Sternen.

 

Standard-Thermoplaste Juli 2018: Notierungen für PE und PVC geben leicht nach / PP stabil / Styrolkunststoffe folgen der SM-Referenz abwärts / PET hat den Gipfel erreicht / August wird ein langer, ruhiger Sonnenmonat

Die europäischen PE-Märkte standen im Juli 2018 unter dem Vorzeichen einer um 15 EUR/t gesunkenen Ethylen-Referenz. In bestimmten Nischen blieb es dennoch breitflächig beim Rollover, in anderen spannten sich die Möglichkeiten von der Stabilität bis zur Marke der Kostensenkung, in wieder anderen wurde diese durchgängig umgesetzt.

Der PP-Markt zeigte nur sehr geringe Neigung zu Bewegungen. Die bisweilen etwas aufgeregt wirkenden Enge-Beschwörungen einiger Anbieter trafen auf gelassene Käufer in einem ruhigen Markt, die recht zögerlich orderten. So blieb den Produzenten wenig anderes übrig, als den Rollover der C3-Referenz meist breitflächig weiterzugeben.

Die PVC-Produzenten mussten meist leichte Margenverluste hinnehmen. Vereinzelt konnte mit einem Abschlag von 5 EUR/t zwar etwas Marge gut gemacht werden, doch es überwogen Abschlüsse bei minus 10 EUR/t. Die ohnehin etwas schwache Marktlage – vor allem im Kernsegment Profile – erlitt durch die Ferienzeit einen zusätzlichen Dämpfer.

Der Rückgang der SM-Referenz bestimmte klar die Marschrichtung sämtlicher Styrolkunststoffe. Nur bei EPS wurde die Kostenreduktion nicht im vollen Umfang weitergegeben. Bei PS schmälerte hingegen die einsetzende Urlaubszeit den Bedarf bereits spürbar.

Der rasante Preisauftrieb der letzten Monate im europäischen PET-Markt kam unterdessen zum Halten. Die Spotnotierungen verharrten jedoch auf hohem Niveau. Die frei verhandelten Monatsverträge für kleine bis mittlere Mengen blieben ebenfalls weitgehend stabil. Der Stopp des Preisgalopps ist wesentlich bedingt durch die Tendenz zur besseren Marktversorgung. In Asien legten sich die Turbulenzen, wodurch wieder Importe ins Angebot kamen. Die Produktionslage in Europa begann zugleich sich zu entspannen.

Die Ethylen-Referenz für den August wurde im Rollover fixiert. Hitzebedingte Einschränkungen bei der Produktion werden durch die ferienbedingte Beruhigung der Nachfrage konterkariert. Unter dem Strich steht der PE-Markt damit insgesamt unter Rollover-Vorzeichen.

Die Marktbedingungen bei PP würden wegen der flauen Order auf leichte Abschläge deuten. Überraschend wurde jedoch die Propylen-Referenz leicht angehoben, was ein Gegengewicht bildet und zum Rollover führen könnte.

Es spricht wenig dafür, dass sich die Marktlage bei PVC signifikant ändert. Weiterhin dämpft die Urlaubszeit, vor allem im südeuropäischen Raum. Sollte es nicht zu ungeplanten Ausfällen kommen, dürfte auch die Verfügbarkeit gut bleiben.

KI Preisreport Juni

Technische Thermoplaste Juni 2018: Markt bleibt auf hohem Niveau stabil / ABS und PP-Compounds aufwärts / Erneut ziehen tiefdunkle Wolken bei PA 6.6 auf / Sturm geht weiter / Auch POM wieder unter Auftriebsdruck

In vielen Bereichen blieb es im Juni 2018 im europäischen Markt für technische Thermoplaste relativ ruhig. Nach den vielen Anhebungen in den letzten Monaten war dies eine willkommene Atempause, auf hohem Niveau freilich. Dennoch war die Atmosphäre weiterhin geprägt von zum Teil schwierigen Vorverhandlungen für das kommende Quartal. Insbesondere der Markt für PA 6.6 erfuhr statt der ersehnten Entspannung das genaue Gegenteil – die erneuerte Force Majeure bei BASF machte alle Hoffnungen zur Makulatur. Die Käufer blieben weiterhin unter extremer Anspannung, um Mengen zu ergattern und zugleich intensiv nach Alternativen Ausschau zu halten.

Dies sorgte für einige Unterstützung der Notierungen für PP-Compounds, die überraschend stark gefragt waren. Hier sorgten die Vorproduktionen der Automobil-OEMs vor den verlängerten Betriebsurlauben im Sommer ebenfalls für einen regen Nachfrageschub. Auch die andere commoditygetriebene Werkstoffsorte ABS zog wegen gestiegener Kosten an.

Im Juli stehen vor allem dem PA 6.6 weitere schwere Zeiten bevor. Forderungen bis zur Höhe von +600 EUR/t sind ausgesprochen, unter drei Stellen wird es auch in den Monatsgeschäften kaum bleiben. Auftrieb zeichnet sich ebenfalls bei POM ab, wo die Probleme am Mittelrhein weiterhin ausstrahlen. Dagegen könnte es beim PMMA erstmals seit längerer Zeit doch nach unten zeigen, die Quartalsverhandlungen deuten daraufhin. ABS sollte sich entspannen, da Styrol und Butadien nachgelassen haben. PP tendiert ebenso seitwärts wie die weiteren technischen Thermoplaste. Bei PC, PA 6 und PBT wirkt die Lage stabil, die Preise bleiben jedoch weiterhin auf hohem Niveau.

 

Standard-Thermoplaste Juni 2018: PET geht durch die Decke / Sonst eher schwache Kostenfolge bei allen Sorten / Markt kommt nicht richtig in Fahrt / Starker Margendruck / Klassisches Sommerloch bahnt sich an

Die teils dreistelligen Forderungen der europäischen PE-Produzenten realisierten sich im Juni 2018 nicht. Weiterhin blieb die Waagschale oft auf der Käuferseite, so dass allenfalls die Kostenweitergabe erreicht wurde, in bedeutenden Segmenten oft noch nicht einmal das. Damit hat der Margenverfall bedrohliche Ausmaße angenommen.

Auch den PP-Produzenten gelang es nicht breitflächig, die Preise dem Propylen-Kostenschub von 80 EUR/t entsprechend anzuheben. Oft unterliefen Händler die Bemühungen der Produzenten, deren Kunden sich ohnehin sträubten, die unerwarteten Aufschläge klaglos zu akzeptieren.

Die PVC-Erzeuger konnten ihre Vorstellung nicht annähernd durchsetzen. Noch nicht einmal der hälftige Kostenanteil der gestiegenen Ethylenreferenz konnte erreicht werden. Neben der eher verhalten ausfallenden Nachfrage unterminierten transatlantische Importe die Bemühungen. So mussten die Produzenten Margenverluste hinnehmen.

Ebenfalls leicht schwächelnd zeigten sich die Styrolkunststoffe. Die meist dreistelligen Forderungen zerstoben schnell in der deutlichen Zurückhaltung der Abnehmer. Oft wurde so noch nicht einmal die Dimension der SM-Kostenreferenz erreicht, die um 60 EUR/t angezogen hatte.

Derweil ging die wilde Fahrt im PET-Markt weiter. Das lange Zeit überversorgte Material ist überraschend in bislang unbekannte Untiefen der Unterversorgung geraten. In der Folge geht es „drunter und drüber". Die extreme Versorgungsenge ließ vor allem die Preise in den Spot- und Handelsmärkten weiter explodieren, die sich damit noch stärker vom Kontraktmarkt entfernten. Auch die frei verhandelten Kontraktgeschäfte wurden nun aber breitflächig erfasst. In der Regel kam es zu klar dreistelligen Aufschlägen.

Die Haltung der PE-Erzeuger hat sich angesichts der mittlerweile teils desaströsen Margen verhärtet. Im Juli soll der schleichende Verfall mit zumindest einem Rollover gestoppt werden, bei leicht rückläufiger Ethylen-Referenz. Die importanfälligen Segmente zeigen derzeit zu geringe Lieferanreize aus dem internationalen Raum. Auf der anderen Seite zeigen sich viele Abnahmesegmente nicht gerade sehr dynamisch. Es mangelt an Impulsen. Insofern dürfte Stabilität das wahrscheinlichste Szenario darstellen.

Das gilt auch für PP, wobei hier die stagnierende Propylen-Referenz bereits den Rollover vorzeichnet. Ebenfalls ist wenig Dynamik bei PVC zu erwarten.

Die Styrol-Referenz Juli hat den Juni-Anstieg fast schon wieder kompensiert. Nachfrageseitig scheint sich ein klassisches Sommerloch anzubahnen. Die Styrolkunststoffe dürften den propagierten Rollover kaum erreichen.

KI Preisreport Mai

Technische Thermoplaste Mai 2018: Der Frühlingsmonat bringt nur leichte Ausschläge / Kaufzurückhaltung begrenzt Anhebungen / Kostensteigerung aus dem Ölsektor sorgt für Verstärkung des Auftriebsdrucks im Juni

Große Ausbrüche gab es im Mai 2018 im europäischen Markt für technische Thermoplaste nicht. Dennoch ähnelte die Oberfläche auch im Wonnemonat einer unberechenbaren heißen Quelle. Zwar blieben diesmal die hohen Fontänen aus, die in den Monaten zuvor viele Beteiligte in Atem gehalten hatten. Dennoch brodelte es weiter, mit mehr oder minder großen Ausschlagsblasen bei PC, Polyamiden und POM. Andere Sorten blieben dagegen ruhig, was aber in den meisten Fällen wie eine kurze Atempause wirkt. Das commoditynahe ABS als Styrolabkömmling sackte leicht ab, während die PP-Compounds umgekehrt ebenso moderat zulegten.

Auch wenn es preislich eher ruhig blieb, stehen die Zeichen in vielen Bereichen weiter auf Alarm. Die Lieferzeiten bleiben ausgedehnt, das Angebot tendiert weiterhin eher gering. Und auf der Kostenseite ist für den Juni im fast wörtlichen Sinne Öl ins Feuer gegossen worden. Die gestiegenen Notierungen für das schwarze Gold befeuern die Preise in der Petrochemie, auch und gerade im aromatischen Sektor. Dadurch werden die köchelnden Blasen zunehmen, und es wird ebenfalls hier und da wieder zu stärkeren Fontänen kommen können. Über den gesamten Markt wird es wohl zu Anhebungen kommen. Styrol und Propylen werden für Steigerungen auch bei den commoditynahen ABS und PP sorgen.

 

Standard-Thermoplaste Mai 2018: PE, PP und PVC bleiben unter Kostensteigerung stecken / PS und EPS mit Abschlägen / PET rüstet für steilen Anstieg / Kosten ziehen deutlich an / Klare Anhebungen vorprogrammiert

Nachdem die Ethylen-Referenz für den Mai um 20 EUR/t angestiegen war, sahen die europäischen PE-Anbieter die Stunde gekommen, die Margenrestitution zu beginnen. Schnell jedoch wurde klar, dass die entsprechenden Forderungen zu ambitioniert waren. Die Feier- und Brückentage im Wonnemonat gaben den Abnehmern Rückendeckung für Kaufzurückhaltung. Insgesamt wirkte der PE-Markt außer im Rohrsektor eher schwach.

Nachdem die Propylen-Referenz um 25 EUR/t zugelegt hatte, stiegen die PP-Produzenten ebenfalls mit ambitionierten Forderungen zur Margenerhöhung ein. Überwiegend jedoch wurden auch sie von der mangelnden Resonanz enttäuscht. Zwar kam es zu Anhebungen, die jedoch letztlich meist deutlich unter der Monomermarke lagen.

Angesichts der Tendenz zur Überversorgung am Markt büßten die PVC-Anbieter Marge ein. Beim Basisprodukt und bei den Compounds überwog der Rollover. Die Aufwärtsdynamik bei den Weichmachern und Titandioxid hatte bereits im Vormonat nachgelassen. Die feiertagsbedingte Nachfrageflaute war vor allem bei den Compounds und im Rohrsegment zu spüren. Der Absatz für E-PVC-Pasten zeigte sich indes weiterhin robust.

Die Styrolkunststoffe verzeichneten indes weitere Abschläge. Die Notierungen folgten weitgehend dem Rückgang des Styrol-Referenzkontrakts. Der Bedarf wurde auch hier von den Feier- und Brückentagen gedämpft.

Der Markt für PET wurde derweil noch unübersichtlicher als zuvor schon. Der anhaltend geringe Zufluss von Material aus Asien trieb die Spotpreise im freien Handel kräftig in die Höhe. Dazu gesellten sich im Laufe des Monats Einschränkungen bei saisonal guter Nachfrage. Die Handelspreise schossen so sehr deutlich über die Kontraktnotierungen hinaus. Die auf Monatsbasis frei verhandelten Kontrakte für kleine bis mittlere Mengen zogen ebenfalls spürbar an.

Im PE-Markt griffen die Erzeuger im Laufe des Mai zum Instrument Drosselung. Zugleich zogen die Notierungen in den Öl- und Petrochemiestrecken an. Die Ethylen-Referenz für den Juni stieg um beachtliche 63 EUR/t. Das wird die untere Messlatte für die Anbieter darstellen, denn der Margenverfall hat an die Auskömmlichkeitsgrenzen geführt. Im vermutlich nachfragestärkeren Juni werden die Preise daher vermutlich breitflächig nach oben streben.

Die Propylen-Referenz stieg um 80 EUR/t. Im Minimum wollen die PP-Anbieter diese Kostensteigerung durchsetzen, wenn möglich, auch noch zusätzliche Margenkomponenten. Der Bedarf zieht sicher an, so dass die Anhebungsforderungen gute Erfolgsaussichten haben.

Der massive Anstieg der Ethylen-Referenz sorgt bei PVC für Forderungen teils deutlich oberhalb von +30 EUR/t. Da sich das tendenzielle Überangebot abbauen dürfte, könnten sich die Verhandlungen zäh gestalten.

Die SM-Referenz stieg um 60 EUR/t an. Im Windschatten werden auch die Preise der Styrolkunststoffe nach oben gehen.

Bei PET stehen die Zeichen für Juni unterdessen auf Sturm. Bei anhaltend enger Marktlage ist mit Anhebungen bei den Vorprodukten zu rechnen. Importe bleiben extreme Mangelware, die Handelspreise werden fast unbezahlbar werden. Dreistellige Steigerungen über die gesamte Marktbreite sind nicht unwahrscheinlich.

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